Toscana-Reise

Betriebsbesichtigungen, Kultur und Freizeit: Das war die Toscana-Reise des 4. Jahrgangs

„Nach diesem intensiven Schuljahr: ein krönender Abschluss!” Mit dieser Erwartung machten sich die Schülerinnen des 4. Jahrgangs am 16. Juni 13 auf den Weg nach Montecatini Terme.

Foto-Galerie

Am Montag stand gleich eine Betriebsbesichtigung auf einem Weingut auf dem Programm, in dem der klassische „Chianti Classico” produziert wird. Dann ging die Fahrt nach Siena, wo die Gruppe ganz in das mittelalterliche Flair eintauchte. Die Stadtführerin, selbst ein Kind dieser Weltkulturerbe-Stadt mit der typischen italienischen Gotik, begeisterte sich für die Palio di Siena, das traditionelle Pferderennen und stellte die wichtigsten Gebäude - wie den schwarz-weißen Dom - der Stadt vor. Bei einem Rundgang in einer Olivenölgenossenschaft wurde am späten Nachmittag die Bedeutung traditioneller, regionaler Produkte und ihrer gemeinsamen Verwertung und Vermarktung erörtert. Wer nach diesem heißen Tag noch einmal Lust auf Kultur hatte, konnte in Montecatini Terme mit einer Schrägseilbahn in den alten Stadtteil fahren und den mittelalterlichen Kern besichtigen sowie auf das Lichtermeer der Stadt herabblicken.


Der dritte Exkursionstag stand im Zeichen der Hauptstadt der Toscana, der Renaissancestadt Florenz. Hier konnten bei einem Rundgang die wichtigsten Gebäude und Skulpturen bestaunt werden. Der Dom mit der großartigen Kuppel und das Baptisterium, welches als Symbol für die Freiheit der Bürger der Stadt galt, werden den Besucherinnen ebenso in Erinnerung bleiben wie der Palazzo Vecchio mit seiner wechselhaften Geschichte und der davor befindlichen (Kopie der) David-Statue von Michelangelo. Bei Außentemperaturen von 39°C waren alle froh, den Weg zum Blick auf die Stadt von oben mit dem Bus zurücklegen zu können. Die weitere Fahrt über den Apennin nach Modena zeigte die landschaftliche Schönheit der Toscana. In Modena angekommen wurde eine Acetaia, eine Balsamico-Essig-Manufaktur besucht. Nach anfänglicher Skepsis genossen alle Teilnehmerinnen die Vorzüge dieser Traditionsprodukte bei einer Verkostung.


Gleich am Mittwoch -Vormittag ging es dann zu einem weiteren Betrieb, der ein klassisches italienisches Produkt herstellt: einer Parmesan-Käserei. Das Besondere an diesem Unternehmen ist der geschlossene Kreislauf: Die Milchviehherde liefert die Milch und am gleichen Tag wird mit ihrer Verarbeitung begonnen. Die Produktionsschritte wurden kurz demonstriert und anschließend erklärte der Betriebsinhaber, wie wichtig das Qualitätsmanagement und die -kontrolle für die Vermarktung des international vertriebenen Parmesan sind. Viele nützten die Gelegenheit, am Hofladen Käse und andere Produkte der Region zu erwerben, dann ging die Fahrt weiter in Richtung Adriaküste. Der Nachmittag und Abend dieses vierten Exkursionstages stand dann im Zeichen des italienischen Sommers: das Meer kennenlernen und in Jesolo shoppen brachte Abkühlung und Spaß!


Dieses Lebensgefühl konnte auch am vorletzten Tag der Reise ausgekostet werden. Im Aqua-Fun-Park „Aqualandia” wurde dem hochsommerlichen Wetter beim schwimmen und rutschen gefrönt. Einige hatten bei so viel Ferienstimmung fast ein schlechtes Gewissen: „Bei uns daheim wird geradeHeu gemacht!”, meinte Melly und wendete sich ihrem Gelato zu. Luxus? Ja, bewusst! Zu einem Italienbesuch gehören Sonne, Sand und Wasser ebenso wie Kultur und traditionelle Betriebe!
Viel zu schnell war die Woche verflogen und vor der Heimreise stand nur noch ein Punkt auf dem Programm: der Besuch einer Schinkenfabrik, die den berühmten „Prosciutto di San Daniele” herstellt. Die Führung war interessant und die anschließende Verkostung gleich ein ganzes Mittag-Essen: verschiedene Spezialitäten wurden kredenzt bis alle so satt waren, dass der riesige Hund des Hauses (der natürlich während der Verkostung weggesperrt war) sich der Reste vom Feste erbarmen musste. „Hier endet das Programm, ich wünsche Euch weiterhin alles Gute und erholsame Ferien!” verabschiedete sich Simone, die als Reiseleiterin für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hatte. Sie und Francesco, pardon, Franz, der Busfahrer hatten ein sehr professionelles Team gebildet, das nicht nur souverän alle Ziele ansteuerte und zeitgemäß erreichte, sondern mit interessanten Informationen und bester Musikauswahl für eine tolle Stimmung während der ganzen Reise sorgten. „Eine knappe Woche Italien und doch haben wir so viel gesehen und erlebt - und auch unseren Spaß gehabt”, meinte Sabine bei der Ankunft in Sitzenberg, womit die Erreichung der Ziele dieser Exkursion bestätigt wurde. Und dass das Interesse, die Disziplin und die Höflichkeit gegeben waren, versteht sich bei dieser Klasse von selbst.
Bericht von DI Ilse Strasser am 4.Juli 2013

Umweltzeichen
TGPTS-Logo