Projektwoche 5. Jg.

Projektwoche des 5. Jahrganges vom 8.-12.9.2014

Begleitet von unserer Klassenvorständin Fr. Mag. Irene Kuschei und Fr. Dipl.-Päd. Bernadette Hofbauer brachen wir am Montag zu unserer Entdeckungsreise in die Toskana auf.

Nach einer ganztägigen Anreise durch die Regionen Friaul, Veneto und Emilia-Romagna erreichten wir am Montagabend unser erstes Quartier im bekannten Kurort Montecatini Terme, eines der größten und berühmtesten Heilbäder Italiens.


Am Dienstag besichtigten wir unseren ersten Betrieb - die zur Olivenölgenossenschaft Montalbano gehörende Ölmühle in Vinci. Hier wurde uns die Produktion und die Vermarktung des „Olio Extra Vergine di Olivia“ erklärt. Danach hatten wir die Gelegenheit, dieses hochwertige Olivenöl auch zu verkosten.


Anschließend fuhren wir in eine der schönsten Städte der Toskana - nach Siena. Nach einer interessanten Führung durch diese mittelalterliche Stadt mit vielen gotischen Bauwerken ging es auf der berühmten Chiantiweinstraße weiter ins Anbaugebiet des „Chianti Classico“. Dort besuchten wir den Weinbaubetrieb Villa S. Andrea. Hier erfuhren wir interessante Details über die Weinproduktion, stiegen in uralte Weinkeller hinunter wo der berühmte Chianto Classico in riesigen Holzfässern reift und lernten danach, wie Wein professionell verkostet und beurteilt wird. Müde und erschöpft von den vielen Eindrücken fuhren wir wieder in unser Hotel in Montecatini Terme zurück.


Am nächsten Morgen ging es weiter nach Florenz. Hier begrüßte uns strömender Regen, was uns aber nicht von unserer Stadtbesichtigung abschrecken konnte. Eingehüllt in (von fliegenden Straßenhändlern erstandenen) bunten Regenponchos, besichtigten wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der beeindruckenden Stadt.


Bei unserer Weiterfahr nach Modena hatten unsere nassen Füße dann Zeit zum Trocknen. Unser nächstes Ziel war die Acetaia (Balsamicomanufaktur) Malpighi in Modena, wo uns der engagierte Seniorchef Signore Malpighi erklärte, wie viel Zeit und Liebe man für die Herstellung des echten „Aceto Balsamico Tradizionale di Modena” benötigt. Nachdem uns alle Arbeitsschritte erklärt wurden, durften wir viele verschiedene Essigsorten probieren, sogar eine, der über 50 Jahre lang in verschiedenen Holzfässern gereift war. Anschließend fuhren wir nach Modena in unser neues Hotel.


Am Donnerstag besichtigten wir eine Parmesankäserei und erfuhren, wie der Parmigiano Reggiano („der einzig wahre Parmesankäse“) auch heute noch nach althergebrachten Verfahren ausschließlich aus Kuhrohmilch aus der Region ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe hergestellt wird. Bei einer Verkostung konnten wir uns vom exquisiten Geschmack des teilweise mehr als 2 Jahren gereiften Käses überzeugen.


Nach einer etwas längeren Busfahrt kamen wir am Nachmittag in Jesolo an der Adriaküste an. Dort hatten wir die Gelegenheit, den Rest des Tages am Strand zu relaxen oder in der längsten Fußgängerzone Europas shoppen zu gehen.


Am Freitag ging es dann wieder in Richtung Heimat. Für einen besonders leckeren Abschluss sorgte unser Besuch in einer Schinkenfabrik in San Daniele. Der berühmte „Prosciutto di San Daniele“ ist ein DOP-Produkt (geschützte Ursprungsbezeichnung), das nur aus Keulen von Schweinen aus bestimmten Regionen hergestellt werden darf. Für die Herstellung des mindestens 13 Monate luftgetrockneten Schinkens wird nach jahrhundertealter traditioneller Verarbeitungstechnik nur Meersalz verwendet. Das besondere Mikroklima des Ortes ist laut Aussage unserer Führerin die beste Voraussetzung für die Trocknung des Fleisches.


In weiser Voraussicht haben wir hier eine „erweiterte“ Verkostung als Mittagessen gebucht, bei der uns eine Reihe von Köstlichkeiten mit San Daniele Schinken serviert wurde. So gestärkt, konnte es an die lange Heimreise gehen.


Welche Eindrücke und Erkenntnisse haben wir bei dieser Reise gewonnen? Neben interessanten Landschaften, Einblicken in eine etwas andere Kultur und historischen Sehenswürdigkeiten vor allem eines: Wie schön, das es das noch gibt - hochwertige regionale Rohprodukte, die durch traditionelle handwerkliche Verarbeitung ohne Chemie mit Liebe und Stolz zu wertvollen Lebensmitteln verarbeitet werden.


Zum Abschluss auch noch ein großes Dankeschön an unsere kompetente Dolmetscherin Susi Mandl und unseren Buschauffeur Michi.
Bericht von: Michaela Eder, Birgit Gerstenmaye, Carina Günsthofer, Mag. Irene Kuschei

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