Erdäpfel-Vielfalt-Projekt 2015

Wer sind die „Blaue Elise“ und die „Rote Emma“?
Dieser und einigen weiteren Fragen wollen die Schülerinnen des 2. Jahrgangs im Sommersemester 2015 beim "Erdäpfel-Vielfalt-Projekt" an der HBLA Sitzenberg: nachgehen.

Mit Begeisterung und Engagement untersuchen sie die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten „ihrer“ Kartoffelsorten: Wo kommen sie her? Stellen sie besondere Ansprüche? Wie unterscheiden sich alte von modernen Sorten? Wofür werden die Knollen nach der Ernte verwendet? Wird das Innere beim Kochen auch rosa bleiben?  … . Die acht Sorten, die sie sich aus der Erhalter/innen-Netzwerk der Arche Noah (Demeterhof-Hobiger) ausgesucht haben, besitzen klingende Namen wie Blaue Elise, Rote Emma, Rotauge, Rosa Tannenzapfen oder Goldsegen und versprechen eine bunte Erdäpfel-Vielfalt.
Sorgfältig wird das Versuchsbeet hergerichtet, die Knollen abgelegt und angehäufelt. „Wir sind zu zweit für eine Erhaltungssorte zuständig. Das ist eine ernste Aufgabe, man weiß ja nie, was den Eismännern einfällt, mit Kartoffelkäfern rechnen wir sowieso!“, meinte Leni. Und natürlich wird fleißig fotografiert, um den ganzen Entwicklungszyklus vom Anbau bis zur Ernte dokumentieren zu können.


Ziele des Unterrichtsprojekts sind das Kennenlernen der Sorten und der erforderlichen Kulturmaßnahmen, die Verwendung in der Küche sowie das Gewinnen von Pflanzgut. „Der Verein Arche Noah ist seit über zehn Jahren unser Partner. Wir hatten schon Vorträge über die Bedeutung der Biodiversität der Kulturpflanzen im Schloss Sitzenberg und besuchen jährlich die Schaugärten in Schiltern. Mit unserem Erdäpfel-Vielfalts-Projekt wollen wir nun auch als  Erhalter/innen aktiv werden!“, erklärt Ilse Strasser.
Bericht von DI Ilse Strasser am 17. April 15

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